Oh man.
March 9th, 2009 von team73a
Das Ende naht. In diesem Fall nahte es bereits objektiv rechtzeitig vorhersagbar und doch subjektiv viel zu früh.
Nichtsdestotrotz galt die Deadline: Poststempel 28. Februar. Auch hier in Berlin haben Postämter nicht rund um die Uhr geöffnet, schon gar nicht Samstags. Leider vergeben sie auch keine zurückliegenden Stempel :-).
Bis zuletzt haderten wir mit dem zu sprechenden Text - schließlich muss ja wer was sagen zu unseren Bildern. Da die mp3s dann - mehr oder weniger perfektioniert - am 27. Februar, Freitag, eintrafen, drohte es schon: Es wird eng. Nachtschicht.
Schließlich passte es dann doch - irgendwie. Die Sprache draufgepackt; der Film war ja vorher schon im Groben darauf eingestellt. Schnipp, Schnapp, Schock: ein wichtiger Absatz fehlte im Text. Schnipp, Schnapp, Filmteil kürzen und hoffen, dass es keiner merkt.
Schlussendlich reichte die Zeit - Rechner brauchte zum rendern knappe 3 Stunden (!) - nur für den Grobschnitt. Schließlich muss die DVD noch gebrannt werden. Und entgegen landläufiger Gerüchte wohne ich nicht in einer Postfiliale.
Nachdem erste Aufregungen nach Versand wieder gelegt waren, kam eine zweite Überraschung. Genau genommen kam sie eigentlich nicht überraschend, denn sie war ja vorhersehbar. Besser wurde es trotzdem nicht: ein paar grobe Patzer haben sich eingeschlichen. Hier schlechte Übergänge, da fehlten ein paar Töne oder Geräusche. Die Stimme war zu leise, die DVD offenbar im falschen Format gebrannt - die Bildqualität war nicht ganz HD. Am gravierendsten war aber: Ein Part des Sprechers fehlt offenbar ganz. Der Eröffnungspart.
Oh man. Während wir noch auf die Genehmigung der Bahn warten, den Film zu veröffentlichen, feinschneidern wir hier und da noch ein wenig. Fürs Ego, nicht für den Wettbewerb - Deadline.
Dabei sein ist alles. Blöder Spruch. Aber Außenseiterchancen - mehr waren es nicht. Wir geloben Besserung. Und was sind schon Sachpreise? Schließlich gibt es Gewinne dieses Wezttbewerbs, die man nicht kaufen oder verlosen kann. Erfahrung.
Man wächst mit seinen Aufgaben. Jappajaja-yippieyippie-yeah.



Schlussendlich haben wir jetzt 219 GB (270 Minuten) Filmmaterial aus 224 Szenen. In zwei Wochen ist Abgabetermin des Trailers in der Uni. Zeitprobleme? Möglich. The answer my friend, is blowing in the wind…
Lange haben wir drauf gewartet. Wir hatten eifrig einen Termin gesucht, Geld zusammengelegt und Hilfe organisiert.
Während der Betriebspause - die zum Erstaunen eines bayerischen Besuchers auch in der Hauptstadt für S-Bahn-freie Stunden sorgt - gleicht Ostkreuz einem Skurillitätenkabinett. Neben den illustresten Gestalten gibt es hier auch die ein oder andere Entdeckung zu machen: Die Dönerbude ist, wie der Obststand, ganznächtlich besetzt und zumindest der Döner findet auch Dienstag früh um zwei noch einige Fans.
Im Osten Berlins gibt es einen Ort, der genau diese Sehnsucht verkörpert. Von stattlicher Größe und mit vielen großen und kleinen, liebenswürdigen Details. Mehrfarbig geziegelte Aufsichtshäuschen verzieren die handgepflasterten Bahnsteige. Pragmatisch und dennoch kunstvoll geschmiedete Pfeiler stützen die Bahnsteigdächer aus Holz. Mitten im Bahnhof steht das geziegelte Fachwerkhaus, in dem früher die Bahnangestellten wohnten. Über allem thront der 50 Meter hohe, schwarz verklinkerte Wasserturm - Relikt einer längst vergangenen Ära.
1877 am Rande Berlins eröffnet, wurde er stetig erweitert, um dem steigenden Zugaufkommen gerecht zu werden. Mehr Züge, mehr Menschen. Er wurde größer und größer. Nur eines wurde er nicht: Saniert. Erweitert und geflickt. Saniert aber nicht. Die genieteten Brücken klappern bedrohlich bei jeder S-Bahn, die Bahnsteige sind alles andere als eben. Das Beamtenwohnhaus brannte diverse Male. Zwei der ehemals 6 Bahnsteige haben sich gewissermaßen selbst abgerissen, auf einem steht derweil eine kleine, wilde Ansammlung von Bäumen und Sträuchern. Aus der Seitenfassade des Wasserturms wuchs unlängst eine - für diese Umstände - beachtliche Birke.
Zum Zweiten ist heute die Kamera angekommen - wooohooo! So ein schickes Gerät. So professionell und groß und so viele Knöpfe und so viele Knöpfe zu jedem Knopf. Wow. Zum Glück schult die Lektüre des Handbuches auch gleich die Fremdsprachenkenntnisse. Wermutstropfen gibt es allerdings: Es gibt nur einen Akku. Da wir zu 99% Außenaufnahmen planen, ist das natürlich schon ungünstig. Zwar hält der Akku laut Bedienungsanleitung zwei Stunden, aber direkt neu ist er ja auch nicht. Auch beim Tragegurt und Kameratasche müssen wir improvisieren. Leider war auch das - eigentlich ausgeschriebene - Stativ nicht mit dabei.
![Matze[resized]](http://team73a.slashcam-blogs.de/files/2008/11/matze2.jpg)
![Georg[resized]](http://team73a.slashcam-blogs.de/files/2008/11/georg2.jpg)
![Laura[resized]](http://team73a.slashcam-blogs.de/files/2008/11/laura.jpg)
![Julia[resized]](http://team73a.slashcam-blogs.de/files/2008/11/julia2.jpg)
![Patrick[resized]](http://team73a.slashcam-blogs.de/files/2008/11/patrick2.jpg)
![Henrik[resized]](http://team73a.slashcam-blogs.de/files/2008/11/henrik2.jpg)

